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Fortbildung: Empowerment / Selbstbefähigung

 

 

Entscheidungsmacht zu haben oder machtlos zu sein, ist eines der Kernthemen im Zusammenhang mit psychischem Leid. Diese FB soll TeilnehmerInnen die Möglichkeit zu bieten, relevante Themen und Fragen zu Empowerment kennen zu lernen und zu diskutieren.

Nicht nur Psychiatrie-Erfahrene können dadurch empowert werden, dass er/sie die Struktur und Aufgaben von Gemeindediensten kennt und einschätzen kann. Ebenso ist wichtig, dass er/sie erkennt, welche Rolle Entscheidungsmacht spielt, wie sie im täglichen Leben genutzt wird und schließlich dadurch, dass er/sie erkennt, dass die eigene Erfahrung dabei eine wesentliche Wissensgrundlage ist. Die Einschätzung des Angebotes regionaler Dienste beinhaltet die Beschreibung und Bewertung der bestehenden und fehlenden Dienste, der Potentiale und Probleme gemeindeorientierter Versorgung und die Reflektion des medizinischen Modells in der Psychiatrie. Die Reflektion von Entscheidungsmacht bedeutet, sich mit Macht in Beziehungen auseinanderzusetzen, mit der Delegation von Macht und der Auseinandersetzung mit Vertragsmacht. Um Machtfragen transparent zu machen, müssen reale Alltagssituationen betrachtet werden, wie z.B. Wohnsituation, Arbeit, Einweisungen, Freizeit, Beziehungen, Geschlechterfragen, Zugehörigkeit und Ausgeschlossensein. Ein wichtiges Mittel, um dies zu erreichen, ist der Austausch über unterschiedliche Erfahrungen, Wünsche und Hoffnungen. Auch wenn die Psychiatrie in Europa viele Fortschritte gemacht hat, bleibt immer noch ein großer Wissensanteil unberücksichtigt, über den nur Menschen verfügen, die selbst direkt von einer seelischen Erschütterung betroffen waren.

 

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